Komm wir lassen Kork(en) knallen

Ich habe mich nachdem der erste Hype um das vernähen von Kork vorbei ist nun auch endlich mal dran getraut. Es kam eher spontan, doch dann war ein passendes Projekt schnell gefunden. Welches es war und wie es für mich war Kork zu vernähen erfahrt ihr jetzt!


Das Kennenlernen


Ich habe mir bei Alfatex in Bochum 30 cm eines tollen Kork Stoffes gekauft. Nicht zu viel, da ich eben nicht wusste ob Kork und ich Freunde werden aber genug um etwas tolles draus zu zaubern. Das besondere an meinem Kork? Bunte Farbtupfer eingearbeitet in das Kork. Es wirkt lockerer und viel verspielter als das normale. Ich war von Anfang an Feuer und Flamme für diesen Stoff und nachdem ich ihn ein halbes Jahr nur angeschaut habe, habe ich ihn nun endlich gekauft. Kork fühlt sich natürlich anders an als Baumwolle oder Canvas. Allerdings hat es eine glatte Innenseite und ist dünner als ich dachte. Ich hatte die Befürchtung, dass es beim schneiden vielleicht Probleme geben wird, aber auch das bestätigte sich nicht. Es ließ sich super einfach schneiden und abstecken. Beim abstecken muss ich anmerken, dass kleine Löcher sichtbar bleiben, also aufpassen und konzentrieren. 

Alles in allem lässt es sich genauso gut und einfach verarbeiten wie Baumwolle. 


Das Projekt


Ich habe mich, wie soll es auch anders sein für eine Tasche entschieden. Allerdings stand anfangs noch nicht fest was für eine Tasche es werden soll. Ich schwankte zwischen einer Clutch bestehend aus zwei Taschen oder einer Umhängetasche. Am Ende entschied ich mich dann für die Umhängetasche. Wieso? Ganz einfach. Mir waren 29,90€ der Meter zu teuer um etwas völlig Neues auszuprobieren. Irgendwo verständlich oder? 

So nun stand also fest, was es werden soll. Ich begann langsam und überdachte jeden Schritt drei mal bevor ich dann irgendwann endlich die erste Naht setzte. 


So viele Gedanken und doch abgeändert?



Ich habe mir wirklich unglaublich viele Umhängetaschen angeschaut. Habe viele Ideen und Inspirationen gesammelt und hätte meine Hand am Ende für meinen Plan ins Feuer gelegt. Gut, dass ich das nicht gemacht habe, denn es kam anders. Als mein Shopper fertig war kamen Zweifel auf. Ein wenig sehr groß und sperrig. Nicht geeignet für Ausflüge, zum Shoppen oder ähnliches. Also eigentlich nur eine Arbeitstasche. Nein das wollte ich nicht. Also habe ich kurzerhand das Kunstleder um knapp 10 cm gekürzt, sodass es nur noch am Boden zu sehen ist. Ein schöner Nebeneffekt wie ich finde. 


Eckdaten:
  • 2 Innentaschen (große für Kosmetik Sachen, kleine für Schlüssel)
  • Aufgesetzte Außentasche (Velours Leder) für meine Kopfhörer
  • Träger befestigt mit Karabiner und Hohlnieten (alter Gürtel)
  • Reißverschluss mit Schieber in Tropfenform
  • 10 cm breiten Boden (Kunstleder)


Aber schaut selbst und lasst mich doch mal wissen was ihr von meiner Tasche haltet.


Liebe Grüße
eure Julia

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