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Montag, 26. Juni 2017

Anders

Der Titel trifft es heute sehr gut, denn es geht um meine Vorliebe zum kombinieren unterschiedlicher Stoffe in einem Kleidungsstück. Wieso ich es so gern mache und was dabei die Herausforderungen sind.


Anders ist nicht immer Gut


Ich stehe total auf klassische zeitlose Schnitte. Ein einfaches Shirt mit V-Ausschnitt zum Beispiel oder ein lockeren oversize Pullover. Da mir diese Schnitte aber in Basic Farben zu langweilig sind. Sowohl beim Tragen, als auch beim nähen, habe ich irgendwann angefangen, mehrere Stoffe einzubauen. Ich mag es mit Stoffen zu experimentieren. Zu schauen, ob die Farben und Stoffe gut zusammen harmonieren und etwas zu erschaffen was ganz bestimmt kein anderer hat.

Ich mag es sehr, dass man bei meinen Shirts viel zu entdecken hat. 

Nehmen wir dieses hier, eines meiner ersten Mix it Shirts. 



Es hat einen V-Ausschnitt. Dieser ist auch die Trennung der Stoffe. Auf der einen Seite findet ihr einen schlichten schwarzen, auf der anderen Seite einen bedruckten weißen. Da dieses Shirt durchgehende Ärmel hat, habe ich die Bündchen genau verkehrt herum angebracht. Als kleine Herausforderung habe ich auch das Bündchen am Hals in zwei Stoffe geteilt und passend angenäht.

Mir gefällt es, dass man zwei, drei oder vier mal hinschauen muss bevor man alle Details entdeckt hat. Es gibt immer was zu entdecken und man findet immer neue kleine Highlights.

Was ist die Herausforderung?


Nicht alle Stoffe passen zueinander. 
So sollte man auf jeden Fall im gleichen Material bleiben. Also wenn man Jersey vernäht nicht zu Baumwolle oder gar Strick greifen. Zum anderen passt auch bei dem gleichen Material nicht immer alles. Denn es gibt dünnen sowie dicken Jersey. Natürlich kann man diese trotzdem miteinander verbinden, so wie bei diesem Shirt, doch sollte man darauf achten, dass sie nicht allzu stark von einander abweichen was die Dicke betrifft. 

linker Stoff: dickerer Jersey
rechter Stoff: Sommer Jersey
Bündchen: Sweat


Irgendwann wirkt es nicht mehr harmonisch.

Außerdem sollte man sich hier genau überlegen, wie viel von welchem Stoff man mit einbringen möchte. Es sind keine Grenzen gesetzt, doch damit es übersichtlich und ruhig bleibt würde ich nicht alle 10 cm einen anderen Stoff einnähen. 

Falls ihr auffallen wollt und es mal so richtig übertreiben wollt greift zu Patches wie bei diesem Exemplar.



Zu guter letzt noch ein lieb gemeinter Tipp. Wenn ihr weißen Jersey mit weißem Jersey mixen wollt. Beispielsweise weil beide schön bedruckt sind, achtet unbedingt darauf, dass das weiß die gleiche Nuance hat, sonst wirkt es nicht.


Nun seit ihr dran. 
Lebt aus, was in euch schlummert.



Lieben Gruß 
Eure Julia

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