Was man nicht alles aus Resten zaubern kann / Anleitung

Ihr kennt es doch bestimmt auch, wenn Ihr Lust habt zu nähen, aber keinen Stoff mehr habt, der für ein Shirt oder eine Hose reicht. So erging es mir Heute. Ich hatte einfach Lust mich an die Nähmaschine zu setzen, meine Finger fingen an zu kribbeln und mein Kopf fing an sich Gedanken zu machen. Welchen Stoff habe ich noch da ? Für was reicht dieser ? 

Ich habe mir dann meine Stoffkiste genommen und angefangen zu sortieren, mein Gedanke war eine Tasche - etwas größer, in der Breite größer als in der Länge - da wusste ich dann, der Stoff muss etwas fester sein. Jeans schrie mein Kopf auf einmal und da ich in letzter Zeit gleich vier Jeanshosen genäht habe, blieb bekanntlich auch Stoff übrig. 
Welch ein Traum , die Stoffreste von drei Jeanshosen reicht. Also begann ich zuzuschneiden, Tasche + Henkel. Doch nun fehlte noch das Innenfutter, da entschied ich mich für einen etwas dickeren Jerseystoff mit Leopardenmuster.



Nun war alles fertig zugeschnitten und ich konnte anfangen zu nähen. 

Die Schritt für Schritt Anleitung entwickelte sich bereits in meinem Kopf , ohne das ich groß nachdachte. Es war als machen meine Hände und mein Kopf ihr eigenes Ding, ohne mich. Nun habe ich sie mal machen lassen und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen! Eine schöne Tasche aus Jeansstoff, mit schwarz/weißem Innenfutter und in der Breite größer , als in der Länge. Perfekt für die Schule und die Arbeit, endlich keine Jutebeutel mehr mit mir rumtragen in denen sich das Essen und Trinken befinden oder gar die Schulsachen. 

Der Schnitt entstand, wie bereits weiter oben geschrieben aus eigener Hand, dennoch ist er so einfach, dass Ihn jeder nähen kann. 

Die Maße der Tasche sind:

50 x L 32 cm (4 x mit Innenfutter / 2 x ohne Innenfutter) hier ist die Nahtzugabe von 2 cm bereits enthalten. Die Henkel messen L 55 x  B 9 cm.






1) Ich habe mich dann als erstes an die Henkel gemacht. Diese habe ich einmal in die Hälfte gelegt, mit 1 cm Nahtzugabe zusammen genäht, gewendet und dann noch einmal in der Hälfte zusammen genäht (Endbreite 3m). So haben sie mehr Halt und sind Strapazierfähiger. 

2) Dann habe ich die Henkel mit einem Abstand von je 12 cm auf beiden Seiten auf die schöne Seite des späteren Außenstoffs gelegt und dann das Innenfutter mit der schönen Seite nach unten drauf gelegt und festgesteckt. 

3) Als nächstes habe ich dann mit einer Nahrzugabe von 1 cm und 1,5 cm (damit es doppelt gesichert ist) das Innenfutter, die Henkel und den Außenstoff mit einander verbunden. Dies habe ich bei dem Vor und Rückteil der Tasche gemacht. 

4) Daraufhin habe ich dann beide Teile (bestehend aus Innenfutter, Außenstoff und Henkel) mit dem späteren Außenstoff aufeinander gelegt, so dass das Innenfutter außen liegt (Ihr solltet das Teil so vor euch haben, das beide schönen Seiten zu sehen sind und der Henkel in bereits in seiner späteren Form ist) mit einer 2 cm und 1,5 cm Nahtzugabe an beiden kurzen sowie des Bodens zusammengenäht und fertig ist die Tasche. 

Hier mein Ergebnis:







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